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Zur Geschichte des Produktionsstandortes Salzgitter

Neuaufbau und Kooperation

Erste Ausgabe der Werks-zeitung 'Unsere Hütte', 1951
Erste Ausgabe der Werks-zeitung 'Unsere Hütte', 1951

Der mit dem Produktionsbeginn des Stahlwerkes eingeleitete Neuaufbau des Hüttenstandortes Salzgitter zog sich über viele Jahre hin. Als im April 1954 ein neues Grob- und Mittelblechwalzwerk in Betrieb ging, war neun Jahre nach Kriegsende erstmalig wieder die durchgehende Produktion vom Roheisen bis zum Walzprodukt möglich.

Der Neubau weiterer dringend benötigter Hüttenwerksanlagen folgte, obwohl die hohen Investitionskosten schwer zu finanzieren waren und das Unternehmen und den Konzern, zu dem es gehörte, sehr belasteten. Es galt Anschluss an die Wettbewerber im In- und Ausland zu finden, die wesentlich früher als das Hüttenwerk in Salzgitter die Produktion hatten wieder aufnehmen können. Ein wichtiger Schritt war 1960 der Beschluss zum Bau eines Warmbreitband- und eines Kaltwalzwerkes und die damit verbundene Ausrichtung auf den stark wachsenden Bedarf an Flachstahlprodukten.

Die AG für Berg- und Hüttenbetriebe, deren Tochtergesellschaft die Hüttenwerk Salzgitter AG war, entwickelte sich in der Nachkriegszeit zu einem breit diversifizierten Montankonzern. 1961 änderte sie ihren Namen in Salzgitter AG, das Hüttenwerk folgte 1964 mit der Umfirmierung in Salzgitter Hüttenwerk AG.

Grob- und Mittelblechwalzwerk, ca. 1955
Grob- und Mittelblechwalzwerk, ca. 1955
Hochofenanlagen in Salzgitter, 1966
Hochofenanlagen in Salzgitter, 1966
Warmbreitbandstraße, 1966
Warmbreitbandstraße, 1966
Erste Ausgabe der Unternehmenszeitschrift der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, 1970
Erste Ausgabe der Unternehmenszeitschrift der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, 1970

Bereits in den 1950er Jahren hatte das Hüttenwerk in Salzgitter wieder schrittweise begonnen, mit der benachbarten Ilseder Hütte zu kooperieren. Seit Anfang der 1960er Jahre betrieben die Unternehmen am Standort Salzgitter gemeinsam eine Drahtstraße. Als die wirtschaftliche Entwicklung der Stahlindustrie einen allgemeinen Trend zu Kooperationen und Fusionen auslöste, war die Ilseder Hütte daher nicht nur der geografisch naheliegendste Partner.

Die ab Mitte der 1960er Jahre intensivierten Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mündeten schließlich darin, dass der Salzgitter-Konzern seinen in der Salzgitter Hüttenwerk AG zusammengefassten Stahlbereich – also vor allem den Standort Salzgitter – sowie einige hüttenrelevante Beteiligungen im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Ilseder Hütte einbrachte. Die Salzgitter AG übernahm zugleich die Aktienmehrheit an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen, das zum 1. Oktober 1970 in Stahlwerke Peine-Salzgitter AG umfirmierte.


© Salzgitter AG
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